Die Wahlergebnisse im Überblick

Nimmt man die Wahlen der kreisfreien Städte und der Landkreise zusammen, so zeichneten sich ab 1948 in groben Zügen folgende Tendenzen ab (über die Wahlen 1946 liegen systematische Daten nicht vor).

Die Wahlbeteiligung lag im dargelegten Erfassungszeitraum zwischen 73,7% (1948) bis 81,4% 1964, womit gleichzeitig die höchste je zu verzeichnende Beteiligung bei Kommunalwahlen markiert ist. Bis 1994 betrug sie immer rund 75%, um nachfolgend massiv einzubrechen. Die CDU war mit Ausnahme des Jahres 1989 die stärkste Partei mit meist um 40% und Höchstwerten 1974 und 1979. Der Zuspruch der Liberalen ging von 1952 an fast in gerade Linie zurück. Die Stimmenzahl der 1956 verbotenen KPD wird unter „sonstige Parteien“ subsumiert und fällt im Ganzen nicht ins Gewicht, wohl aber lokal (so in Ludwighafen und Worms). Entsprechendes gilt für die Wählergruppen, die, so präsent sie vor Ort auch waren, erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit mehr als 10% von Bedeutung sind. Ganz anders das Bild, blickt man auf die einzelnen Städte: Die SPD hatte eine durchgängige Vorherrschaft in den meisten großen Städten.  Durchgängig der Fall war dies in Kaiserslautern und Ludwigshafen, außerdem in Frankenthal, wo sie zumindest rechnerisch 1956 auch die KPD-Stimmen aufnahm. Hinzuzuzählen sind Mainz, Worms, Neustadt, Pirmasens, Speyer, Zweibrücken, wo die CDP/CDU nur die allererste Kommunalwahl 1946 für sich entscheiden konnte. Nur Koblenz, Trier, Landau blieben stabile CDU-Hochburgen.

Ausschnitt aus Trierer Wahlakten 1946, aus: Stadtarchiv Trier, Tc 12/16 (Gemeindewahl 15.9.1946).

Literatur

  • Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Wahlstatistik, Zeitreihen Land: Stadtratswahlen der kreisfreien Städte und Kreistagswahlen 1948–2014 [online].

  • Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Wahlstatistik, Zeitreihen Land: Gemeinde-/ Stadtratswahlen 1948–2014 nach Parteien [online].

 

Verfasser: Stephan Laux (Stand: 27.7.2023)